Wir Deutschen sind ja laut einer GfK Studie regelrechte Schuhmuffel und haben im Allgemeinen kein besonders inniges zu den Kleidungsstücken an unseren Füßen. Dies gilt insbesondere für Herren der Schöpfung. Trotz allem gibt es auf dem Schuhmarkt schon erhebliche Unterschiede in Preis und Qualität. Genau so unterschiedlich sind auch die Meinungen darüber ob es nun unbedingt teure Schuhe von namenhaften Marken wie Gucci oder Lloyd sein müssen oder es die günstigen Varianten von Deichmann, Reno und Co auch tun. Hinzu kommt dass nicht jeder günstige oder teure Schuh den Geschmack seines potentiellen Träger trifft. Auch ist die Wahl der passenden Fußbekleidungen auch immer von den aktuellen Modetrends abhängig. Während sich bei Männern in der Regel über die Jahre auf diesem Gebiet wenig bis teilweise nichts ändert, ist die Qual der Wahl und auch die modische Halbwertzeit für Schuhe der Damenmode vergleichsweise gering. Während man sie vor einiger Zeit noch als modischen Topas abgetan hat, sind in diesem Winter zum Beispiel Ankle-Boots, eine Mischung aus Stiefeletten und Pumps, wieder ganz groß im Trend. Des Weiteren kann die Marke bei der Wahl der Schuhe eine Rolle spielen, diese übt oft die Funktion eines Qualitätsindikator aus und ist dem entsprechen direkt mit dem Preis verbunden. Es bleibt natürlich fraglich, ob Markenschuhe auch tatsächlich qualitativ in dem Maße besser sind wie sie sich preislich von Noname-Produkte unterscheiden. Einige Test haben sogar gezeigt, dass einige Produkte von Schuhdiscountern, wie z.B. Deichmann durchaus mit ihrer teuren, markierten Konkurrenz mithalten können. Auf der anderen Seite ist es aber auch leicht einzusehen, dass man Beispielsweise in einem Business-Schuh der Marke Lloyd, aus echtem Leder viel weniger schwitzt als in einem Billigprodukt aus Kunstleder. Die Wahl muss am Ende jeder für sich selbst treffen, je nach Geschmack, Markenbewusstsein und Geldbeutel.
Wer hätte es gedacht, die iberische Halbinsel hat neben ihrem Tourismus mit hunderten von Urlaubsorten und dem Anbau von Obst und Gemüse in der Landwirtschaft auch noch Schuhe zu bieten. Im europaweiten Vergleich der Hersteller- und Exportländer für Schuhe liegt Spanien auf dem zweiten Platz. Mit dem Export in über 140 Länder der Welt belegen die spanische Schuhindustrie weltweit immerhin Platz zehn. Dies spiegeln auch die Umsatzzahlen im letzten Jahr wieder. In 2006 exportierten die spanischen Schuhhersteller rund 95 Millionen Paar Schuhe mit einem Gesamtwert von über 1,7 Milliarden Euro ins Ausland. Dabei konnten die Umsätze im Schuhsektor im Vergleich zur vorherigen Planungsperiode um 4,3 Prozent gesteigert werden. Dies führte in der Handelsbilanz Spaniens, im Bereich Schuhe, zu einem Überschuss von über 80 Millionen Euro. Das Umsatzwachstum ist aber vor allem auf die gestiegenen Durchschnittspreise für ein Paar Schuhe zurück zu führen. In 2006 kostete ein Paar Schuhe aus spanischer Produktion im Durchschnitt 18,15 Euro und war damit runde 6 Prozent teurer als im Vorjahr. Der reine Absatz von Schuhen ging im Vergleich zum Vorjahr mit rund -2 Prozent leicht zurück. Drei Viertel der exportierten Schuhe landeten auf europäischen Ladentischen bzw. wurden auf europäischen Modeportalen gehandelt. Die meisten der hauptsächlich aus Leder gefertigten Schuhe (55%) wurden nach Frankreich exportiert (24 Millionen Paar). Deutschland liegt nach England mit einem Absatz von 12 Prozent der Gesamtproduktion auf dem dritten Platz der Abnehmerländer der spanischen Schuhindustrie. Betrachtet man allerdings die Umsatzzahlen, die die spanische Schuhindustrie mit einem Absatz von insgesamt 12 Millionen Paar Schuhen erreichen konnte, bewegt sich Deutschland sogar auf Platz Zwei.
Wer ist die Schönste im ganzen Land? So oder so ähnlich könnte die modebewusste Dame in dieser Saison vor den Schuhregalen des Handels stehen. Denn lackiertes Leder liegt voll im Trend. Anknüpfend an die Erfolge des vergangenen Jahres setzten die Designer von Schuhen und Accesoires dieses Jahr wieder auf das Pferd aus glänzendem Leder.
Dabei verzaubern die Designer der angesagten Modehäuser, allen voraus Chanel, ihre Kunden mit einer riesigen Auswahl an Taschen, Schuhen und Gürteln aus dem edlen Material und bringen damit einen herrlichen Glanz in die tristen Herbsttage der aktuellen Modesaison. Besonders bei Taschen und Schuhen findet man Leder in vielen verschiedenen Farben. Allen voran die Klassiker in schwarz, welches als Variante in lackierten Leder ihrer Trägerin immer schon einen besonders edlen Glanz verliehen haben. Selbstverständlich gib es für die diejenigen, die Farben mögen auch eine riesige Auswahl unter den Lackledertaschen. Dominierend sind Rot in den Variante knallig und dunkelrot sowie dunkles Lila und unterschiedliche Brauntöne. Die Taschenmodelle der aktuellen Saison sind ganz auf Retro ausgerichtet. Die vielfältigen Modelle im Vintage-look sind klassische oder neue Varianten der Taschen, welche schon in den 30er bis 60er Jahren die Trägerinnen exklusiver Damenmode verrückt gemacht haben. Und sehen zu dem in Kombination mit der übrigen, ganz vom aktuellen Retro-Stil geprägten Damenmode, einfach atemberaubend aus. Das Gleich gilt natürlich auch für die aktuelle Schuhmode. Lackiertes Leder wohin man schaut.
Es scheint einfach alles zu geben was das geneigte Frauenherz höher schlagen lässt. Ob bei Ballerinas, Stiefeln oder Schuhen im Mary-Poopins-Style überall Glänz edle und trendige Material. Und auch bei den in diesem Jahr besonders angesagten Ankle-Boots kamen die Designer an Varianten aus lackiertem Leder nicht vorbei. Alles in allem scheint es ein glanzvoller Herbst/Winter zu werden.